imPULS der Woche

Zu Beginn eines Teammeetings, einer Sitzung oder einer Dienstbesprechung lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. 

Eine kurze Geschichte, ein Augenblick der Stille oder ein kleines Gebet können helfen, sich neu auszurichten und die täglichen Herausforderungen und Themen mit einer frischen Perspektive zu betrachten. 

Auf dieser Seite erhalten Sie wöchentlich Impulse, die inspirieren, stärken und neue Sichtweise eröffnen - passend zu verschiedenen Anlässen und leicht in den Alltag integrierbar. 

Lesen Sie die Impulse gerne vor, teilen Sie sie mit Ihrem Team - denn manchmal genügt ein einziger Gedanke, um Motivation zu wecken und einen echten Unterschied zu machen.

Mit besten Wünschen für Ihren Dienst und für das gemeinsame Unterwegssein. 

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Aktueller Impuls

KW 45: 1. - 8. November 2026

Innenraum der Abteikirche Königsmünster. Foto©️Roman Weis

„…alles ist miteinander verbunden und von derselben Mitte getragen“

Der Kreis der Einheit - Allerheiligen und Allerseelen 

Einer meiner liebsten geistlichen Orte ist die Benediktinerabtei Königsmünster im Sauerland. Dort hat sich mir ein Bild eingeprägt, das mich bis heute begleitet.

In der Kirche versammeln sich die Mönche und die Gottesdienstgemeinde im Halbkreis um den Altar. Geht man hinaus vor die Apsis, setzt sich dieses Bild fort: 
Auf dem Friedhof ruhen die verstorbenen Mönche ebenfalls in einem Halbkreis. Innen die Betenden, außen die Verstorbenen. Dazwischen der Altar als Mitte.

Wenn ich dieses Bild betrachte, sehe ich nicht zwei Gemeinschaften, sondern einen einzigen Kreis. Christus hält ihn zusammen. Auf ihn sind die Lebenden ausgerichtet, und in ihm bleiben auch die Toten geborgen.

Gerade an den Festen Allerheiligen und Allerseelen, die am Anfang des Novembers stehen, spricht dieses Bild zu mir. Die Kirche besteht nicht nur aus denen, die heute in den Bänken sitzen. Zu ihr gehören auch jene, die vor uns geglaubt, gehofft und geliebt haben. Die Gemeinschaft der Heiligen reicht weiter, als unsere Augen sehen können.

Der Kreis ist dafür ein schönes Zeichen. Er kennt keinen Anfang und kein Ende. Alles ist miteinander verbunden und von derselben Mitte getragen.                                                                     

Darin liegt für mich der Trost dieser Tage: Wir leben nicht für uns allein, und wir sterben nicht ins Leere hinein. Diese Einheit müssen wir nicht herstellen. Sie ist uns in Christus geschenkt.

Unser Leben bleibt aufgehoben in Gottes großer Gemeinschaft. Christus ist ihre Mitte.
Er verbindet die Glaubenden von gestern, heute und morgen und führt uns alle hinein in einen Kreis, der kein Ende kennt.

Thomas Kleibrink, Referent für Malteser Pastoral in der Region Nord-West


Gebet

Herr Jesus Christus,
du bist die Mitte, die uns verbindet.
Halte die Lebenden und die Verstorbenen geborgen in deiner Liebe.

Lass uns vertrauen, dass niemand verloren geht, der in dir lebt.

Denn du bist unsere Hoffnung,
heute und in Ewigkeit.
Amen.

Thomas Kleibrink

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