Gott macht keine Deals

Deals – das ist ein Wort der Stunde. Stark gemacht durch Politiker, in deren Gefolge bei Staatsbesuchen Wirtschaftsvertreter mit Unternehmen anderer Länder „Deals“ aushandeln, kommt dieser Begriff immer mehr in Mode: Es gibt Deals zwischen Ländern oder Staatengemeinschaften (z.B. den „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei), Deals mit Diktatoren, Atom-Deals, Deals zwischen Fußballvereinen, bei denen Fußballer für Unsummen die Seiten wechseln usw.

Ich mag dieses Wort nicht. Wer Deals aushandelt, ist ein Dealer; und einem Dealer ist es egal, ob sein Gegenüber durch die gehandelte Ware oder den Deal als solchen einen Nachteil hat, denn das einzige, worum es ihm geht, ist sein eigener Vorteil. Das passt zu der ebenfalls um sich greifenden „Ich oder Wir zuerst“-Rhetorik. Da will jemand etwas haben und alle anderen haben sich diesem Anspruch unterzuordnen. Eine solche Logik macht uns die Erde zu Hölle.

Gott macht keine Deals. Er macht uns in Jesus, seinem Sohn, die unverbrüchliche Zusage seiner unbegrenzten Liebe, die uns durch alles trägt, bis über den Tod hinaus. Diese Zusage ist gratis, ohne die Gegenleistung eines Deals; und dass er diese Zusage bis ins Äußerste einhält, hat uns Jesus am Kreuz bewiesen.

Diese Botschaft ist wirklich eine erlösende Botschaft. Wenn wir uns tatsächlich darauf einlassen, erlöst sie uns vom Blick auf den eigenen Vorteil und lehrt uns sprechen: „Du zuerst.“

Dr. Marc Möres