Der Glaubens- und Verkündigungskurs der Malteser

Gruppenarbeit beim CREDO-Kurs

CREDO verfolgt drei Ansätze, die die Malteser dem Ziel der „Bezeugung des Glaubens“ (tuitio fidei) näher bringen sollen, ganz gleich, in welchem Bereich wir tätig sind. Wer den Glauben bezeugen will, der sollte

  • den eigenen Glauben stärken und in eine lebendige Christusbeziehung hineinwachsen,
  • Glaubenswissen erlangen oder ausbauen und
  • befähigt werden in der Glaubensweitergabe.

Damit fördert CREDO eine neue persönliche Kompetenz, die für das Glaubensleben der Malteser fruchtbar werden kann. Zugleich bildet sich auf diese Weise ein Netzwerk von Maltesern, die gemeinsam, jeder an seiner Stelle, an der geistlichen Ausrichtung unserer Gemeinschaft mitwirken möchten.

Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15)

Wo Menschen Christen erleben, werden diese nach der Hoffnung gefragt, die sie erfüllt. Christen sollen bereit sein, sich fragen zu lassen – und fähig sein, Antwort zu geben. Die „Hoffnung, die uns erfüllt“ ist der Glaube daran, dass Gott uns in Jesus Christus seine unendliche Liebe zu jedem Menschen erwiesen hat, und dass seine Liebe die Macht hat, diese Welt zu retten.

Im festen Vertrauen auf diesen Glauben hat der selige Gerhard vor über 900 Jahren seinen Dienst begonnen und unsere Bewegung gegründet. Nur aufgrund dieses unerschütterlichen Glaubens war er in der Lage, dem überwältigenden Elend seiner Zeit mit offenen Augen zu begegnen und ihm die Stirn zu bieten. Aus der Kraft seines Vertrauens entstand ein beispielloses Werk umfassender Nothilfe. Noch immer besteht dieses Werk, und vor allem in Deutschland ist es von imposanter Größe. Viele tausende Malteser arbeiten täglich daran, dass Not gelindert und Leidenden beigestanden wird.

Dieser Dienst hat weiterhin seine Wurzeln in dem Glauben, der schon der Glaube Gerhards war. Nur das Festhalten an der unerschütterlichen Liebe Gottes, die alle Not überwindet, kann uns den Mut geben, dem äußersten Elend ins Auge zu schauen, ohne die Zuversicht zu verlieren. Nur wenn wir noch in der äußersten Hoffnungslosigkeit hoffen können, ist unser Dienst ein Licht für die Hoffnungslosen. Nur mit Gott können wir in die Finsternis gehen und in ihr ein Licht sein. Weil das so ist, steht unser Helfen nicht ohne den Glauben. Und weil das so ist, brauchen wir Menschen, die sich nach dem Grund ihres Glaubens, ihrer Hoffnung und ihrer Liebe fragen lassen und Antwort geben können – den Notleidenden und den Mitarbeitern im Verband.