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Malteser Geistliches Zentrum

Ordensleitspruch

Bezeugung des Glaubens - Hilfe den Bedürftigen

Die Darstellung der wichtigsten Station der Malteser Geschichte auf dem Portal der Kapelle in Ehreshoven ist unterlegt mit dem Leitspruch des Malteser Ordens:

„Tuitio fidei et obsequium pauperum“ - „Bezeugung des Glaubens, Hilfe den Bedürftigen“

„tuitio“ bedeutet „Verteidigung“, „Bewahrung“, „Sorge“, „Schutz“
„obsequium“ besagt „Hilfe“, „Nachfolge“, „Hingabe“

Zwar lässt sich der Ordensleitsatz in den Quellen nicht bis zur Gründung verfolgen. Doch lebten die Ordensritter seit den frühsten Zeiten der Gemeinschaft  nach diesem Leitspruch. Bezeugt ist er in den „Statuten des Ritterordens vom Heiligen Johannes zu Jerusalem“ des Großmeisters Fra´ Philippe de Villiers L´Isle Adam (Großmeister des Ordens vom 1521 bis 1534). Dort heißt es:

„…omnes fratres accedentes ad obsequium pauperum et tuitione fidei catholicae.“ -
„…alle Brüder sind gekommen zum Dienst an den Armen und zur Bezeugung des katholischen Glaubens.“

Der Ordensleitspruch fasst die beiden Grundelemente zusammen, die die Identität der Ordensritter von den Ursprüngen an bestimmt haben und die in der Geschichte der Malteser in unterschiedlicher Weise hervorgetreten sind:

1. Ritterlichkeit (im Dienst der Verteidigung des katholischen Glauben) und
2. Hospitalität (im Dienst an den Armen und Kranken).

Zugleich lassen sich seine beiden Elemente als Entfaltung des biblischen Doppelgebotes lesen:

„1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

(Mk 12,28-31; vgl. Dtn 6,4f; Lev 19,18)

Und schließlich zeigen sie die Malteser in der unmittelbaren Nachfolge Jesu, von dem die Evangelien berichten:

„Er zog in ganz Galiläa umher,
1. lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich

2. und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.“
(Mt 4,23; vgl. Mk 1,39; Lk 4,14f)

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